{"id":26,"date":"2019-09-10T06:59:39","date_gmt":"2019-09-10T06:59:39","guid":{"rendered":"http:\/\/bobtodate.de\/?p=26"},"modified":"2019-09-10T06:59:39","modified_gmt":"2019-09-10T06:59:39","slug":"wheel-in-the-rye-keeps-on-turnin","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/bobtodate.de\/?p=26","title":{"rendered":"Wheel in the rye keeps on turnin&#8216;"},"content":{"rendered":"\n<p>Als der luftgef\u00fcllte Reifen vorgestellt wurde, gab es ein Eklat.<br>\n\u201cGummi sei gegen die Natur!\u201d sagte man, \u201cLuft im Rad macht krank!\u201d wurde\n behauptet. Die bis dorthin gebr\u00e4uchlichen R\u00e4der bestanden aus Holz mit \neiner Metallbespannung. Gerade in den \u00e4rmeren Regionen der Welt, wo die \nStra\u00dfen unbefestigt und stark witterungsabh\u00e4ngig waren, gab es viele \nProbleme \u2013 zum einen brachen die Holzspeichen sehr schnell auf den \nsteinigen Pisten und zum anderen zerfurchten die schmalen Reifen die \nFahrbahn, sodass ein zuverl\u00e4ssiger Transport bei starkem Regen oder \nD\u00fcrre nicht gegeben war. Lebensmittel, Medikamente und Waren konnten \nnicht zuverl\u00e4ssig transportiert werden und es starben viele Menschen \ndurch Katastrophen, weil ihnen nicht rechtzeitig geholfen werden konnte.<br>\nIn den reicheren L\u00e4ndern wurden B\u00fcndnisse gegr\u00fcndet, wie z.b. \u201cRad f\u00fcr \ndie Welt\u201d, die Spenden sammelten und diese, nat\u00fcrlich nach begleichen \nder Unkosten, aufwandten um f\u00fcr die armen Regionen neue Reifen zu \nkaufen.<br>\nDann kam der gummibespannte Reifen auf. Durch seine federnde Laufl\u00e4che \nerh\u00f6hte sich die Lebensdauer des Rades und das weiche Material \nbesch\u00e4digte die befestigten Stra\u00dfen nicht, ganz im Gegensatz zu den \nst\u00e4hlernen Laufl\u00e4chen der alten R\u00e4der.<br>\nDazu konnte er noch schneller und einfacher hergestellt werden.<br>\nDie reichen L\u00e4nder benutzten daraufhin nurnoch die neuen R\u00e4der \u2013 durch \nden schnelleren und zuverl\u00e4ssigen Transport stieg die Produktivit\u00e4t um \nein Drittel, teilweise sogar um die H\u00e4lfte. Es gab viel weniger Aus- und\n Unf\u00e4lle mit den neuen R\u00e4dern.<br>\nNat\u00fcrlich gab es auch viel Kritik an den neuen Reifen. Seine Laufl\u00e4che \nmusste hin und wieder gewechselt werden wohingegen die alten Stahlreifen\n ein Leben lang hielten (so das Rad nicht vorher zerbrach). Es handelte \nsich immerhin um mehrere tausend Kilometer, die solch eine \nGummibespannung hielt aber das hinderte die Kritiker nicht daran, von \neiner Ausbeutung durch die Reifenhersteller zu reden.<br>\nOft wurden mit den Reifen auch Wartungsvertr\u00e4ge geschlossen, die einen \nReifenbenutzer banden. \u201cKnebelvertr\u00e4ge\u201d wurde diese Praxis von den \nKritikern genannt.<br>\nV\u00f6llig unbehelligt von den Sorgen der reichen L\u00e4nder florierten dagegen \ndie \u00e4rmeren L\u00e4nder. Ihre Produktivit\u00e4t erh\u00f6hte sich oft um ein \nVielfaches, da die neuen Reifen weitaus toleranter auf die schlechten \nStra\u00dfen reagierten als die alten Stahlreifen. Allerdings verschlissen \nsie schneller als auf befestigten Stra\u00dfen, was allerdings kaum st\u00f6rte da\n die erh\u00f6hte Produktivit\u00e4t diesen Mangel mehr als deutlich ausglich.<br>\nDie wenigen Reifenhersteller, die die Zeichen der Zeit erkannten bauten \nihre Pr\u00e4senz in den \u00e4rmeren L\u00e4ndern aus und schnell erh\u00f6hte sich das \nAngebot aber die Anzahl der Anbieter schrumpfte.<\/p>\n\n\n\n<p>Und dann kam der gro\u00dfe Knall. Wehrte man sich gegen den Reifen mit \nGummilaufl\u00e4che nur, wenn man ziemlich romantische Vorstellungen vom \nTransportwesen hatte und in einer reichen Gegend lebte, so geh\u00f6rte es \nsehr schnell zum guten Ton gegen den luftgef\u00fcllten Reifen zu sein. Es \nwar \u201cgut\u201d dagegen zu sein und man war \u201cb\u00f6se\u201d, wenn man daf\u00fcr war oder \nauch nur versuchte die Kritik in sachliche Bahnen zu lenken. Die \nabenteuerlichsten Anschuldigungen wurden gebracht \u2013 es sollte sogar \ngef\u00e4hrlich sein, auf einem Gef\u00e4hrt zu sitzen, welches luftgef\u00fcllte \nReifen hat. Krebs sollten sie verursachen, Krankheiten hervorrufen, \nungekl\u00e4rte Todesf\u00e4lle sollten sie verantworten (was dann allerdings der \nDefinition von \u201cungekl\u00e4rt\u201d widerspr\u00e4che, aber soweit konnten die \nKritiker in ihrem religi\u00f6sen Eifer nicht denken).<br>\nDie Produktivit\u00e4t stieg derweilen weiter an und es wurde der Punkt \nerreicht, an dem genug Reifen f\u00fcr alle Menschen auf der Welt produziert \nwurden \u2013 aber w\u00e4hrend man sie in den reichen Gegenden verbrannte, weil \nman zuviel davon hatte starben in den armen L\u00e4ndern immernoch Menschen, \nweil Lebensmittel und Medikamente nicht schnell genug \u00fcber die \nschlechten Stra\u00dfen transportiert werden konnten.<br>\nDie Kritiker lie\u00dfen nicht locker und schafften es, ohne einen einzigen \nBeweis, die luftgef\u00fcllten Reifen stellenweise sogar verbieten zu lassen.\n Tiere, die mit diesen Reifen transportiert wurden, mussten \ngekennzeichnet werden da man glaubte man w\u00fcrde krank werden sobald man \nihr Fleisch a\u00df.<br>\nArme L\u00e4nder wurden von Kritikern heimgesucht, die die Bewohner davon \n\u00fcberzeugten, dass die neuen Reifen schlecht seien und sie umbringen \nw\u00fcrden.<br>\nFabriken, in denen man Reifen testete die extra f\u00fcr die schlechten \nStra\u00dfenverh\u00e4ltnisse in den armen L\u00e4ndern entwickelt wurden, wurden von \nKritikern aus den reichen L\u00e4ndern niedergebrannt.<br>\nEs wurde behauptet, dass sich Fahrer aus einem armen Land reihenweise in\n den Selbstmord gest\u00fcrzt h\u00e4tten, nachdem sie auf luftgef\u00fcllte Reifen \numgestiegen waren \u2013 dies wurde zwar als L\u00fcge enttarnt aber das hinderte \ndie Kritiker nicht daran, diese L\u00fcge weiterhin zu verbreiten.<br>\nEin Test wurde ver\u00f6ffentlicht aus dem hervorging, dass Ratten die mit \nden luftgef\u00fcllten Reifen transportiert wurden Krebs bekamen. Sp\u00e4ter \nwurde bekannt, dass auch die Ratten aus der Studie die mit den alten \nReifen transportiert wurden Krebs bekamen und der verwendete Rattenstamm\n extra f\u00fcr eine hohe Krebsanf\u00e4lligkeit gez\u00fcchtet wurde. Aber das \nverheimlichten die Kritiker.<\/p>\n\n\n\n<p>25 Jahre lang sind diese Reifen nun auf dem Markt, Hunderte Millionen\n wenn nicht sogar Milliarden von Menschen benutzen diese Reifen. Es ist \nnoch kein einziger Todesfall durch diese Reifen aufgetreten und auch \nkein gesteigertes Krankheitsrisiko.<br>\nHunderte Millionen Tiere wurden mit diesen Reifen transportiert und \njedes Einzelne unterliegt ein st\u00e4ndiger \u00dcberwachung und Untersuchung \u2013 \nes gab auch hier keinen Todesfall oder Zeichen von erh\u00f6htem \nKrankheitsrisiko.<br>\nTausende von Tests und Studien wurden fast 30 Jahre lang durchgef\u00fchrt \nund keine reproduzierbare und \u00fcberpr\u00fcfte Studie hat ein reale Gefahr \nauffinden k\u00f6nnen.<\/p>\n\n\n\n<p>Dennoch sind die Kritiker nicht ruhig. Sie haben zwar nicht die Wissenschaft auf ihrer Seite, daf\u00fcr aber religi\u00f6sen Wahn.<br>\nUnd w\u00e4hrend weiterhin Menschen in den armen L\u00e4ndern sterben, sonnen sich\n diese Leute weiterhin in den reichen L\u00e4ndern in ihrer \u00dcberheblichkeit.<br>\n\u2014<\/p>\n\n\n\n<p>Dieser Text ist Satire. In Wahrheit handelt es sich nicht um Reifen  aber jede andere \u00c4hnlichkeit mit der Realit\u00e4t ist nicht zuf\u00e4llig.<br><br>Alte Hasen werden diesen Text kenne, welchen ich bereits vor Jahren auf FB ver\u00f6ffentlichte, dann auf meinem alten Blog, nach ein paar Jahren wieder auf FB und jetzt hier&#8230; das Rad dreht sich immer weiter.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Als der luftgef\u00fcllte Reifen vorgestellt wurde, gab es ein Eklat. \u201cGummi sei gegen die Natur!\u201d sagte man, \u201cLuft im Rad macht krank!\u201d wurde behauptet. Die bis dorthin gebr\u00e4uchlichen R\u00e4der bestanden aus Holz mit einer Metallbespannung. 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